Wir beobachten weiterhin den sich entwickelnden militärischen Konflikt im Nahen Osten und die damit einhergehenden erheblichen Störungen der globalen Lieferketten. Flug- und Reedereien nehmen kurzfristige Betriebsänderungen vor, die alle Transportarten betreffen, und die Lage bleibt dynamisch.

Generell ist Salalah im Oman derzeit der wichtigste Seefrachthafen der Region, während Riad und Dschidda die am besten erreichbaren Flughäfen für Luftfracht sind. Kunden müssen mit steigenden Preisen, Zuschlägen und längeren Transitzeiten auf allen Handelsrouten rechnen. Frachtkapazität und Preise sind weiterhin sehr volatil, daher müssen Angebote noch am selben Tag bestätigt und gebucht werden. Wir weisen erneut darauf hin, wie wichtig es ist, Versicherungspolicen mit den Versicherern zu überprüfen, um sicherzustellen, dass der Versicherungsschutz auch Kriegs- und Streikklauseln für Fracht umfasst, die durch betroffene Gebiete transportiert wird.

Die Luftraumbeschränkungen bleiben bestehen, viele Flüge wurden gestrichen, umgeleitet oder umgeleitet, und Flughäfen arbeiten unter erheblichen Einschränkungen. Einige Flüge werden zwar fortgesetzt, aber die Fluggesellschaften konzentrieren sich vorrangig auf die Abarbeitung von Frachtrückständen, begrenzen Neubuchungen und setzen vorübergehende Betriebsbeschränkungen um.

Emirates SkyCargo führt derzeit eine geringe Anzahl von Flügen ab Dubai durch, um Rückstände abzubauen. Der Frachtbetrieb soll vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung ab dem 7. März 2026 in eingeschränkter Kapazität wieder aufgenommen werden. Etihad Cargo bietet eine begrenzte Anzahl von Fracht- und Überführungsflügen ab Abu Dhabi an. Ab dem 9. März 2026 ist ein eingeschränkter Frachtflugplan geplant, die Strecken sind jedoch noch nicht bestätigt. Die Frachtflüge von IAG Cargo zwischen London und Jeddah bzw. Riad finden planmäßig statt, während Flüge nach Abu Dhabi, Amman, Doha, Dubai, Bahrain und Tel Aviv weiterhin ausgesetzt sind. Oman Air Cargo führt den allgemeinen Frachtverkehr von Maskat nach Europa und in den asiatisch-pazifischen Raum fort, allerdings sind Sendungen verderblicher Waren vorübergehend eingeschränkt. FedEx hat Flüge in mehrere Länder des Nahen Ostens eingestellt, und es ist mit Verzögerungen bei Sendungen in andere regionale Märkte zu rechnen. Qatar Airways Cargo hat alle kommerziellen Flüge von und nach Doha bis auf Weiteres ausgesetzt. Die Kapazitäten sind weiterhin an den Drehkreuzflughäfen am Golf, darunter Dubai, Doha und Abu Dhabi, stark eingeschränkt. Der Luftfrachtverkehr zwischen Asien und Europa bleibt über direkte Langstreckenflüge oder alternative Drehkreuze wie Istanbul möglich.

Die Straße von Hormus bleibt weiterhin gesperrt, Schiffe sitzen im Persischen Golf fest und der gesamte Schiffsverkehr durch die Straße ist eingestellt. Die Reedereien haben Reiseende-Mitteilungen herausgegeben, Buchungen ausgesetzt und Kriegsrisiko-/Notfallkonfliktzuschläge sowie Treibstoffzuschläge eingeführt.

Maersk hat Buchungen von und nach den meisten Golfstaaten vorübergehend ausgesetzt, die Suezkanal-Passagen pausiert und leitet Schiffe über das Kap der Guten Hoffnung um, wobei Salalah als wichtiger Umschlagplatz dient. CMA CGM hat die Suezkanal-Passage ausgesetzt, leitet Schiffe ebenfalls über das Kap der Guten Hoffnung um und hat einen Notfallzuschlag von 2.000 bis 3.000 US-Dollar pro TEU/40-Fuß-Container eingeführt. Gleichzeitig werden Buchungen für Gefahrgut und Kühlgut eingeschränkt. MSC hat alle Buchungen in den Nahen Osten ausgesetzt und die ’End of Voyage“-Klauseln aktiviert, um Container in alternativen Häfen zu löschen. HMM, OOCL, ONE und Evergreen haben die Aussetzung von Buchungen in den Nahen Osten bestätigt. In Colombo gelöschte Fracht kann zu Staus, Verspätungen und möglichen Ausfällen von Abfahrten führen.

Der Straßengüterverkehr entlang der GCC-Korridore ist weiterhin in Betrieb, insbesondere der grenzüberschreitende Lkw-Verkehr zwischen den VAE, Saudi-Arabien, Kuwait, Oman und anderen GCC-Staaten. Verstärkte Grenzkontrollen, Sicherheitsüberprüfungen und mögliche Routenumleitungen können die Transitzeiten verlängern. In Europa steigen die globalen Kraftstoffpreise nach der Schließung der Straße von Hormus, was sich auf die Dieselkosten und die Betriebskosten der Spediteure auswirkt. Die Treibstoffzuschläge steigen und könnten künftig wöchentlich angepasst werden.

Als globaler Speditions- und Logistikdienstleister stehen wir weiterhin in engem Kontakt mit unseren Transportpartnern, Hafenbehörden und regionalen Vertretern, um den Güterverkehr zu steuern und nach Möglichkeit alternative Lösungen anzubieten. Die Sicherheit unserer Mitarbeiter, Partner und Stakeholder hat für uns höchste Priorität.

Wir werden Sie über die weitere Entwicklung informieren. Für detailliertere Informationen zu einzelnen Sendungen oder Handelsrouten wenden Sie sich bitte an Ihren üblichen Ansprechpartner im Unternehmen.

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