Wir beobachten den sich entwickelnden militärischen Konflikt im Nahen Osten und die damit einhergehenden Störungen der globalen Lieferketten weiterhin aufmerksam. Die regionale Sicherheitslage bleibt äußerst instabil, und die anhaltende Instabilität am Golf beeinträchtigt sowohl den Schiffs- als auch den Luftverkehr.

Die Ölmärkte bleiben aufgrund der anhaltenden geopolitischen Instabilität extrem volatil, die Preise schwanken um 100 US-Dollar pro Barrel. Diese Bedingungen tragen zu erhöhten Betriebskosten in globalen Logistiknetzwerken bei und treiben die Volatilität der Treibstoffzuschläge weiter an.

Der Güterverkehr zwischen Großbritannien und Europa sowie wichtigen Produktionsregionen wie Fernost, Südostasien und dem indischen Subkontinent ist erheblich beeinträchtigt. Reedereien leiten ihre Flüge weiterhin um das Kap der Guten Hoffnung herum, was zu Flugplaninstabilität, Ausfällen und längeren Transitzeiten führt. Auch die Luftfrachtkapazität ist aufgrund regionaler Luftraumbeschränkungen und Flugausfällen an wichtigen Drehkreuzen am Golf weiterhin reduziert. Während einige Fluggesellschaften am Golf ihren Betrieb schrittweise wieder aufnehmen, stellen viele internationale Fluggesellschaften ihre Flüge weiterhin ein, was zu längeren Flugzeiten, Engpässen an Ausweichdrehkreuzen und wachsenden Frachtrückständen führt.

Die regionalen Behörden haben Maßnahmen zur Sicherstellung der Handelskontinuität ergriffen. Der Zoll in Dubai hat einen temporären Grünen Korridor zwischen Dubai und den Seehäfen im Oman für den Gütertransport über Landwege eingerichtet, um alternative regionale Logistikströme zu erleichtern.

Kunden müssen weiterhin mit längeren Lieferzeiten, begrenzten Kapazitäten, fortlaufenden Verzögerungen und erhöhten Frachtraten in allen Transportarten rechnen, da sich die Lieferketten an alternative Umschlagplätze wie Sohar, Khor Fakkan, Salalah und Jeddah anpassen. Treibstoff- und Kriegsrisikozuschläge steigen weiter an, und die Gesamtkapazität bleibt volatil.

Der Luftfrachtverkehr ist weiterhin beeinträchtigt, da Luftraumbeschränkungen, militärische Aktivitäten und betriebliche Einschränkungen die Flugpläne nach wie vor beeinflussen. Der Luftraum in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Oman ist mit eingeschränktem Flugbetrieb geöffnet, während der Luftraum in Kuwait weiterhin eingeschränkt ist und mehrere regionale Flugrouten weiterhin ausgesetzt sind. Fluggesellschaften wie Emirates SkyCargo, Etihad Cargo und Oman Air operieren mit reduziertem Flugplan, während andere Fluggesellschaften aufgrund des erhöhten Betriebsrisikos ihre Dienste eingestellt oder Zuschläge eingeführt haben.

Der Seefrachtverkehr ist ebenfalls stark beeinträchtigt, da die Straße von Hormus weiterhin faktisch gesperrt ist. Anhaltende Sicherheitsbedenken im Golf von Oman und vor der Küste der VAE verzögern den Schiffsverkehr. Große Reedereien haben die Durchfahrt durch die Straße eingestellt, Buchungen ausgesetzt, Notfallzuschläge aufgrund von Konflikten eingeführt und leiten Schiffe weiterhin über das Kap der Guten Hoffnung um. Mehrere Golfhäfen, darunter Jebel Ali, Jeddah und der König-Abdullah-Hafen, sind weiterhin in Betrieb, während Salalah im Oman nach den jüngsten Anschlägen geschlossen bleibt.

Der Straßengüterverkehr entlang der Korridore des Golf-Kooperationsrats (GCC) läuft zwar weiter, steht aber aufgrund verstärkter Sicherheitskontrollen, Staus und der steigenden Nachfrage nach alternativen Landrouten zunehmend unter Druck. Der Wettbewerb um Lkw, Fahrer und Kraftstoff verschärft sich und wirkt sich auf Verfügbarkeit und Kosten aus.

In Europa treiben steigende globale Ölpreise die Dieselpreise in Großbritannien und dem gesamten europäischen Markt in die Höhe. Die Treibstoffzuschläge steigen und könnten angesichts der anhaltenden Volatilität des Energiemarktes wöchentlich angepasst werden.

Wir möchten nochmals betonen, wie wichtig es ist, die Versicherungsvereinbarungen mit den Versicherern zu überprüfen, um sicherzustellen, dass für Güter, die durch betroffene Gebiete transportiert werden, ein angemessener Versicherungsschutz gegen Krieg und Streiks besteht. Sofern EV Cargo für Kunden in Großbritannien eine offene Versicherungspolice anbietet, haben die Versicherer mitgeteilt, dass derzeit kein Kriegsrisikoschutz für Sendungen mit Bezug zu Bahrain, Dschibuti, Kuwait, Oman und Katar besteht.

Als globaler Speditions- und Logistikdienstleister stehen wir in engem Kontakt mit unseren Transportpartnern, Hafenbehörden und regionalen Vertretern, um die Entwicklungen im Blick zu behalten und den Warenverkehr bestmöglich aufrechtzuerhalten. Die Sicherheit unserer Mitarbeiter, Partner und Stakeholder hat für uns höchste Priorität. Wir werden Sie über die weitere Entwicklung informieren.

Für weitere Informationen zu bestimmten Sendungen oder Handelsrouten wenden Sie sich bitte an Ihren üblichen Ansprechpartner im Unternehmen.

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